Die Welt in der wir leben wird immer hektischer.

Du machst den gerade den Abwasch von gestern Abend, hast mit einem Auge die Kinder im Blick und mit dem anderen den Fernseher. Du planst deinen Tag auf dem Weg zur Arbeit mit Musik im Hintergrund, bist gedanklich halb am E-Mails abarbeiten und halb am Überlegen, was du wohl Abends kochst. So richtig „da“ bist du nie – schließlich gibt es immer etwas zu tun.


Kennst du das? Wenn du in deinem Alltag bewusster werden und weniger gestresst sein möchtest, ist Achtsamkeit ein gutes Werkzeug. Studien belegen, dass Achtsamkeit im Alltag deutlich zur Stressreduktion und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens beiträgt.
Die folgenden 10 Tipps sollen dir helfen, deinen Alltag achtsamer zu gestalten:


  1. Sinneswahrnehmungen als Anker
    Nimm wahr, was gerade da ist. Dazu eignen sich einfache Tätigkeiten die sich täglich wiederholen, z.B. Zähneputzen, sich morgens an den Schreibtisch setzen, sich anziehen oder Ähnliches.
    Suche eine Tätigkeit aus und benutze die dabei aufkommenden Empfindungen, Geräusche und Gerüche als deinen Anker. Beginne mit ein paar achtsamen Atemzügen und lenke deine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment. Nehme einfach nur wahr, was sich zeigt.
  1. Achtsames Zuhören
    Höre aufmerksam und aktiv zu, wenn dir jemand etwas erzählt und formuliere nicht bereits in Gedanken deine Antwort. Lass den Redenden ausreden und äußere deine Worte mit Ruhe und Bedacht.
  1. Drei tiefe Atemzüge
    Wenn dir alles zu viel ist, deine To-Do-Liste zu lang ist, du dich gestresst fühlst oder dich innerlich angespannt fühlst – halte inne und nehme drei tiefe, bewusste Atemzüge. Versuche, den Moment zu bemerken in dem alles zu viel wird, sage innerlich STOP und nehme dir bewusst eine Pause. Atme tief und lang ein und vollständig aus. Eine sehr wirkungsvolle Methode!
  1. Regelmäßige Meditationspraxis
    Etabliere eine regelmäßige Meditationspraxis. 10 Minuten am Tag reichen bereits aus, es kommt auf die Routine an!
    Integriere Meditation in deinen Alltag und lass es zu einer Gewohnheit werden. Die Meditation schenkt dir Erdung, dein Stressempfinden verbessert sich und du kannst die Dinge klarer sehen.
  1. Morgenroutine
    Nimm dir morgens Zeit für dich. Starte nicht voller Stress und Hektik in deinen Tag, sondern mit Ruhe. Vielleicht kannst du eine Morgenroutine etablieren, oder einfach nur ein paar Seiten lesen, kurz an die frische Luft, meditieren, oder was sich auch immer sich gut für dich anfühlt. Doch nehme dir die Zeit, vor jeglichen Aufgaben des Tages, und genieße es, nur mit dir zu sein.
  1. Reduziere deine Bildschirmzeit
    Reduziere deine Zeit am Telefon und lege immer mal wieder bewusst einen Social-Media-Detox ein. Schalte dein Handy bereits eine Stunde vor dem Schlafengehen aus, denn durch die ständigen Benachrichtigungen und das Licht wird dein Gehirn mit Infos und Input bombardiert, was dich schlechter einschlafen lässt. Das gleiche gilt auch für den Morgen. Lasse dir auch hier mindestens eine Stunde Zeit, bis du zu deinem Handy greifst.
  1. Kleine Auszeiten im Alltag
    Unser Gehirn braucht regelmäßige Auszeiten, um Erfahrungen und Informationen zu integrieren und zu verarbeiten. Das passiert während des Schlafens oder in der Freizeit. Wenn unser Tag vollgepackt ist und wir keine Ruhezeiten einlegen, muss unser Gehirn die Eindrücke des Tages während des Schlafens verarbeiten und sortieren. Dadurch kann unser Schlaf empfindlich gestört werden und sehr unruhig verlaufen. Lass daher immer mal wieder deine Seele baumeln, lasse deinen Blick ruhen und beobachte deine Gedanken einfach beim Kommen und Gehen, ohne konkret etwas zu planen oder in Problemen zu schwelgen. Der Geist beruhigt sich, fühlt sich weniger getrieben und wird klarer.
  1. Frische Luft und Natur
    Gehe regelmäßig und mit offenen Augen und Herzen in die Natur. Öffne deine Sinne, nehme die Geräusche, Eindrücke und Düfte wahr, die dich umgeben. Spüre den Boden unter dir und nehme die Verbindung zur Erde wahr, in Dankbarkeit für die Fülle und Schönheit der Natur.
  1. Entschleunige deinen Alltag
    Lass dir Zeit, egal mit was! Entschleunige deinen Alltag. Auch wenn uns gern das Gegenteil suggeriert wird, in der Ruhe liegt die Kraft. Wie oft denken wir, wir müssen doch noch dieses und jenes tun, bevor wir entspannen können – du solltest dich jedoch immer wieder fragen: muss das wirklich alles sofort erledigt werden? Schreibe dir deine To-Dos auf und verbinde sie sinnvoll miteinander. Eine gute Planung kann dir unheimlich viel Zeit sparen.
  1. Weniger bewerten
    Du kannst dich zu jeder Sekunde in deinem Leben entscheiden, was du wie bewertest. Deine Gedanken formen deine Wahrnehmung, durch das Bewerten in „gut“ und „schlecht“, angenehm und unangenehm usw. begeben wir uns automatisch bereits in eine Richtung und bestimmte Emotionen kommen auf.
    Auf der negativen Seite kann dies zu Wut und Angst führen, auf der positiven Seite zu Glücksgefühlen und Anziehung.
    Wenn wir uns den Situationen mit offener und wertneutraler Haltung zuwenden, bleibt unser Geist ruhig und gelassen. Natürlich können wir nicht von heute auf morgen unsere Bewertungsmechanismen ablegen. Auch hier gilt es zu üben: wahrzunehmen, dass ich gewertet habe und die Person und/oder Situation in eine Schublade gesteckt habe. Sobald wir innehalten, können wir uns bewusst entscheiden, welche Ansicht wir wählen oder es wertneutral betrachten.
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